Damit der Traum von den eigenen vier Wänden nicht platzt

Kreditwürdigkeit - was ist das und wann bin ich kreditwürdig?

Ein Bericht von Elisabeth Eisinger | 31. August 2022

Drei von vier Deutschen träumen vom Eigenheim. Dies zumindest zeigen die Daten des Statistischen Bundesamtes. Die Daten sagen aber auch: Rund 50 Prozent der Deutschen leben in Miete. Vor allem das niedrige Zinsumfeld der letzten Jahre lud zum Träumen ein. Auch wenn die Immobilienpreise so hoch wie noch nie waren. Denn nicht nur Privatpersonen kaufen Immobilien, auch Kapitalanleger zeigen deutliches Interesse. Einige wollen dadurch der Inflation entgegenwirken, andere möchten die Zinslage nutzen, um ihr Kapital zu vermehren. Gründe zum Kauf einer Immobilie gibt es viele.

Der Immobilienmarkt boomt seit Jahren und das, obwohl die Kreditzinsen aktuell steigen. Die wenigsten Menschen können sich mit ihrem Ersparten eine Immobilie leisten und greifen daher auf eine Finanzierung ---> https://www.vbkraichgau.de/kreditundimmobilie.html zurück. Diese zu bekommen ist für manche gar nicht so einfach. Abgesehen von privaten Gegebenheiten spielt auch die Kreditwürdigkeit eine große Rolle in der Welt der Finanzierungen.

Kreditwürdigkeit, was ist das genau?

Kreditwürdigkeit ist für viele ein abstrakter Begriff, den man durchaus gehört hat, aber nicht allzu viel damit anfangen kann. Um euch auf ein möglicherweise bald anstehendes Finanzierungsgespräch gut vorzubereiten, erfahrt ihr hier, was das genau bedeutet und wie man kreditwürdig wird.

Beginnen wir mit den allgemeinen Fakten - Kreditwürdigkeit hat natürlich etwas mit Krediten zu tun. Hierbei gibt es verschiedene Arten, die gängigsten beiden sind ein Annuitätendarlehen und ein Tilgungsaussetzungsdarlehen. Sie unterscheiden sich vor allem in der Art der Rückzahlung – monatlich oder in einer Summe am Ende der Laufzeit.

Welche Darlehensform die passendste ist, ist individuell und wird im Gespräch mit unseren Berater:innen analysiert. Unter anderem hängt das auch mit der Zinsbindungsdauer zusammen. Die Zinsbindungsdauer, im Immobilienfinanzierungsbereich liegt diese oft bei 10 oder 20 Jahren, bestimmt, wie lange der Kreditzins für den Darlehensnehmer festgeschrieben ist und unterliegt keinen Schwankungen. Was in 10 oder 20 Jahren für ein Zinsniveau herrscht, kann kaum jemand vorhersagen. Damit es in der Zukunft keine bösen Überraschungen gibt, ist es wichtig schon zu Beginn einer Immobilienfinanzierung auch über eine mögliche Anschlussfinanzierung (---> https://www.schwaebisch-hall.de/umschulden/zinssicherung.html) zu sprechen, falls die Darlehenssumme nach Ablauf der Zinsbindungsdauer noch nicht vollständig zurückgezahlt werden kann, man aber nicht das Risiko steigender Zinsen eingehen möchte.

Ein geregeltes Einkommen ist wichtig, optimalerweise durch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Damit wird für die Bank sichergestellt, dass der Kreditnehmer eine Einkommensquelle hat, die Bestand hat.

Des Weiteren sollte auch der eigene Eintrag bei der „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ (kurz: Schufa) in Ordnung sein. Für viele ist der Begriff der „Schufa“ erstmal negativ behaftet, das muss sie aber nicht sein. Es ist lediglich eine Wirtschaftsauskunftei, die Kreditgebern Auskunft über Bonität und Kreditwürdigkeit der Antragsteller gibt. Nicht jeder Eintrag ist schlecht, denn wenn man beispielsweise bereits einen Kredit aufgenommen und ordentlich zurückbezahlt hat, ist das ein positiver Eintrag.

Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?

Das Ziel einer Haushaltsrechnung ist es, zu ermitteln, ob ausreichendes Kapital zur Verfügung steht, um den Kredit vertragsgemäß zu begleichen. Also: die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben. Einnahmen beinhalten den Lohn bzw. das Gehalt, sowie auch weitere Positionen, die zu regelmäßigem Geldeingang führen – zum Beispiel Mieteinnahmen oder Kindergeld. Die Ausgaben hingegen beinhalten zunächst eine sogenannte Lebenshaltungskostenpauschale. Diese Pauschale wurde von uns als Bank bestimmt und deckt die üblichen Lebenshaltungskosten einer Person ab wie z. B. Verpflegung, Wohnkosten (Müllgebühren, Strom, Grundsteuer für eine Immobilie,…), Kleidung, gängige Versicherungen und eine gelegentliche Urlaubsreise. Private Krankenversicherungen oder weitere Kreditraten sind neben den Lebenshaltungskosten weitere Ausgaben der Haushaltsrechnung.
Das Ergebnis dieser Berechnung sollte immer positiv ausfallen, wenn man einen Kredit aufnehmen möchte, denn das, was am Ende übrig bleibt, dient Tilgung der Darlehensrate.

Eigenkapital

Bei einer Immobilienfinanzierung besteht noch eine Besonderheit, die bei den meisten anderen Darlehen nicht benötigt wird. Das ist unter anderem der oftmals hohen Darlehenssumme geschuldet. Das Eigenkapital – es bezeichnet einfach Geld, das man vorher bereits auf die Seite gespart hat. Hier gibt es keinen pauschalen Geldbetrag, der erreicht sein sollte, sondern es wird immer prozentual zur Finanzierung geschaut was benötigt wird. Grob empfiehlt es sich ca. 10-20% des Finanzierungsbedarfes als Eigenkapital beiseite gelegt zu haben. Diese 10-20% dienen nämlich dazu, die Kaufnebenkosten zu decken. Kaufnebenkosten kommen immer auf den Kaufpreis hinzu und decken Notar- und Grundbuchkosten (2%), Grunderwerbsteuer (5% in Baden-Württemberg) und wenn vorhanden Maklergebühren (in der Regel ca. 3,75%) ab.

Wobei natürlich gilt, je mehr Eigenkapital eingesetzt werden kann, umso geringer ist die Darlehenssumme. Wenn man schon einiges an Eigenkapital angesammelt hat, es aber nicht ganz reicht, hat man bei uns auch die Möglichkeit zusätzliche freie Grundschulden einer anderen Immobilie zur Ergänzung anrechnen zu lassen.

Letztendlich bedeutet kreditwürdig zu sein lediglich die Rahmenbedingungen zu schaffen, ein Darlehen aufnehmen zu können. Denn jede gute Bank möchte ihre Kunden vor Überschuldung schützen und diese Rahmenbedingungen helfen sowohl den Kunden als auch den Beratern dabei.

Fazit

Es ist sinnvoll, so früh wie möglich mit dem Sparen für die eigene Immobilie anzufangen, denn dadurch steigt das Eigenkapital, die Kreditwürdigkeit kann zunehmen und die Darlehenssumme wird geringer.

Tipp:

Tipps rund um das Thema Traumhaus, von der Suche bis zur Schlüsselübergabe gibt es übrigens in „Hausplaudern – Der Podcast zum eigenen Zuhause“ unseres Verbundpartners der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die kurzweilige und informative Audioshow läuft auf allen gängigen Podcastplattformen sowie auf YouTube. Einfach reinhören!

 

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