Lächeln statt Handschlag

Etikette in Zeiten des Coronavirus

Ein Bericht von Christina Mildenberger | 03.03.2020

„Es tut mir sehr leid aber Sie sind heute meine erste Kundin, am ersten Tag an dem ich mir vorgenommen habe, dass ich vorerst keine Hände mehr zur Begrüßung oder zum Abschied schütteln werde.“

Diesen Satz habe ich am Donnerstagvormittag das erste Mal gehört.  Ich arbeite im Kundengeschäft und kann diesen Gedanken gut nachvollziehen. Es ist nicht erst seit dem Corona-Virus so, dass sich Kunden und Mitarbeitende gegen das Händeschütteln entscheiden – diese Entscheidung treffen viele bereits seit Jahren in der kalten Jahreszeit - der Erkältungszeit.

Hysterie oder einfach nur vernünftig?

Egal, ob man sich von der allgemeinen Hysterie anstecken lässt oder nicht: Ist es übertrieben, wenn man etwas vorsichtiger sein möchte? Ist es unhöflich, Kunden, Kollegen oder Vorgesetzten die Hand zur Begrüßung zu verwehren?

Auf meiner Suche nach Antworten bin ich auf eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts gestoßen. Das Institut empfiehlt, wie auch bei Influenza, anderen Atemwegsinfektionen oder beispielsweise bei einer Grippewelle:

  • Husten- und Nies-Etikette (in ein Taschentuch oder in die Ellenbogenbeuge)
  • Gute Handhygiene
  • Abstand zu Erkrankten halten

Auch der Vorstand unserer Bank hat uns Mitarbeitenden zusätzlich eine Empfehlung weitergeleitet, welche meine Recherchen zum einen unterstützen und zum anderen ergänzen. Die wesentlichen Ergänzungen zur Vorbeugung einer Ansteckung mit dem Corona-Virus sind dabei folgende Maßnahmen:

  • Das Verwenden von Desinfektionsmittel (auch für das Display am Handy/Tablet)
  • Wenn möglich der Verzicht auf das Händeschütteln
  • Greifen Sie in öffentlichen Gebäuden/Verkehrsmitteln usw. möglichst nicht an Geländer, Haltegriffe, Türgriffe
  • Betätigen Sie Lichtschalter oder Tasten in Aufzügen mit der Ellbogenspitze

Ein klares Statement der Bank: Auch unserem Vorstand ist es wichtig, sämtlichen Mitarbeitenden Tipps zum Erhalt ihrer Gesundheit zu geben und auch Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen (solange der Vorrat reicht).

Eine Antwort auf meine Frage, ob es übertrieben ist vorsichtiger zu sein, habe ich nun für mich gefunden: Nein, es ist nicht übertrieben.

Aber ist der Verzicht auf das Händeschütteln auch Knigge-Kompatibel?

Der Business-Knigge sagt ganz klar: Ja! Auf das Händeschütteln, so habe ich gelesen, kann in der Erkältungszeit gerne verzichtet werden. Es ist im Gegenteil sogar sehr höflich, sein Gegenüber vor einer Ansteckung zu schützen.

Liebe Kunden, liebe Mitarbeitenden,

ich bitte Sie sehr, mir in Zukunft nicht böse zu sein, wenn ich Ihnen vielleicht „nur“ noch ein freundliches Lächeln anstatt einer Hand zur Begrüßung schenke. Dies bedeutet nicht, dass ich Sie nicht wertschätze oder ich unhöflich bin – es bedeutet schlicht und einfach, dass ich mich und auch Sie, vor einer möglichen Ansteckungsgefahr und vielleicht einer unangenehmen Situation schützen möchte.

Denn wer weiß: Vielleicht geht es Ihnen genauso wie mir und Sie geben mir nur die Hand, weil Sie nicht unhöflich sein wollen…

Ihre Christina Mildenberger

Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren

Der Weg ist das Ziel Erfahrungen und Tipps eines Reisenden auf dem Jakobsweg

Kleiner Reisebericht unseres Mitarbeiters und seine persönlichen Erlebnisse auf den verschiedenen Jakobswegen.

Happy Birthday Wir können nicht nur Bank, wir können auch Blog

meine Güte, wie die Zeit vergeht…
Es ist gefühlt noch gar nicht so lange her, dass der meine-Blog geboren wurde.
Ein Blog, gefüllt mit Leben, fast ausschließlich durch Mitarbeitende der Volksbank Kraichgau. Profis auf ihrem Fachgebiet – Laien, was das Bloggen betrifft.
Zwei „Lehrjahre“ sind nun vorüber: Ein Grund zum Feiern.   😊

Azubi Welcome Day 2021 Unser Start zum Erfolg

Ausbildungsbeginn bei der Volksbank Kraichgau eG: das heißt es jetzt für unsere 13 neuen Auszubildenden. Wir trafen die Newcomer in schwindelerregender Höhe des Fun4You Wiesloch zum Videodreh. Jetzt reinschauen!

Mehr Anzeigen

Kommentare