Mehr Netto für fast Jeden und die Frage sparen oder ausgeben? Unser Soli-Rechner zeigt, wie viel mehr es ist.

Ein Bericht von Liz Eisinger | 22.01.2021


15. Januar 2021, endlich ist mein Gehalt auf dem Konto! Aber der Betrag ist ein wenig höher als zuvor. Skeptisch schaue ich meine Gehaltsabrechnung an und siehe da, es stimmt – ich habe mehr Geld bekommen. Aber warum eigentlich? Bis ich mich erinnere:

Der Solidaritätszuschlag, kurz Soli, fällt künftig für mich und die meisten Steuerzahler weg. Immerhin 5,5 % von der Lohn- bzw. Einkommenssteuer fallen als zusätzliche Abgabe weg. Und jetzt? Ausgeben oder doch lieber an die Zukunft denken und sparen?

Was ist der Soli und warum wird er abgeschafft?

Der Solidaritätszuschlag wurde 1991 eingeführt, um den Wiederaufbau Ostdeutschlands zu finanzieren. Seit 1998 liegt er bei 5,5 % von der Einkommenssteuer. Zum Jahresbeginn 2021 kam nun nach rund 30 Jahren das Aus. Zumindest teilweise. Denn knapp 90 % der Bevölkerung werden ab jetzt von dem Zuschlag befreit. Für 6,5 % fällt immerhin ein Teil weg und nur sogenannte „Topverdiener“ zahlen den Solidaritätszuschlag weiterhin. Auf längere Sicht soll er komplett wegfallen, auch für Großverdiener und große Unternehmen.

 

Soli Sparschwein

Aber was heißt das denn jetzt genau?

Der Soli wurde bisher automatisch meiner Gehaltsabrechnung abgezogen. Mit seinem Wegfall gibt es also insgesamt mehr Netto. Was dies im Detail bedeutet machen Beispielrechnungen deutlich:

•    Ein Single mit einem Jahresbruttoeinkommen von 30.000 Euro hat somit rund 200 Euro mehr im Jahr.

•    Bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Jahresbruttoeinkommen von 80.000 Euro sind es über 450 Euro.

Wie viel ab sofort mehr auf dem Konto landet, kann jeder ganz einfach und schnell für sich ausrechnen.
Zum Beispiel mit unserem Soli-Rechner.

 

Sparen, fürs Alter vorsorgen oder gönne ich mir was Schönes davon?

Ich freue mich natürlich über jeden Cent mehr auf meinem Konto. Aber was nun? Je länger ich darüber nachdenke, je mehr Ideen kommen mir. Gönne ich mir was Schönes davon, spare ich für meinen nächsten Urlaub oder baue ich Rücklagen fürs Alter auf? Es gibt so viele Möglichkeiten.

Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, in Fonds zu investieren. Fondssparpläne finde ich überaus interessant und unkompliziert. Damit könnte ich Schritt für Schritt eine finanzielle Rücklage aufbauen und bleibe trotzdem flexibel – eine Ratenaussetzung ist schließlich jederzeit möglich. Ein weiterer Pluspunkt: Ich muss mich um nichts kümmern und kann schon mit 25 Euro monatlich loslegen. Alternativ könnte ich aber auch an meine Altersvorsorge denken. Wer weiß, ob und wie viel Rente ich, wenn es so weit ist, bekommen werde. Und ob diese dann ausreichen wird, kann keiner so genau sagen, daher ist es immer sinnvoll Reserven für die Zukunft aufzubauen.

Sparen oder ausgeben? Beides!

Es reizt mich schon sehr, mir erst mal etwas zu kaufen, das ich mir sonst vielleicht nicht gegönnt hätte. Ich richte gerade meine neue Wohnung ein und eine coole Deko, ist alles andere als günstig.
Aber: In ein paar Monaten macht es für mich Sinn das Geld auf die Seite zu legen. Schließlich bin ich bisher auch ohne den Soli-Betrag gut ausgekommen. Man kennt es ja – je mehr Geld zur Verfügung steht, umso mehr gibt man dann auch aus, auch wenn es sich „nur“ um ein paar Euro handelt.

Deshalb: Wer keine dringenden Anschaffungen oder Ausgaben im neuen Jahr plant, dem bietet sich jetzt eine tolle Gelegenheit, mit dem Sparen zu starten. Mehr Infos dazu gibt es natürlich auf vbkraichgau.de/soli und in unseren Filialen.

 

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