Berühmt-berüchtigtes Studentenleben? Falsch gedacht… Duales Studium absolvieren trotz Corona

Ein Bericht von Nanni Rottmann & Selin Simsek | 03.03.2021

Erstsemesterfeeling fehlgeschlagen

Ich bin Nanni, 19 Jahre alt und habe letztes Jahr mein Abitur gemacht. Im September 2020 war es endlich so weit und es begann eine sehr aufregende Zeit für mich: mein duales Studium bei der Volksbank Kraichgau.

Während der ersten Praxisphase bis zum Semesterbeginn im Januar 2021 durfte ich in den Bankalltag und somit auch in das Arbeitsleben eintauchen. In diesen wenigen Monaten habe ich schon so viele Erfahrungen sammeln dürfen und das Arbeiten hat mir richtig Spaß gemacht.

Wie jeder angehende Student habe ich mich dennoch auch auf das erste Semester gefreut. Ich war schon richtig neugierig auf die Dozenten, die Hochschule an sich und natürlich auch auf meine Kommilitonen. Doch leider lief mein erstes Semester ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Immer wieder bekamen wir Updates von der Hochschule, bis im Dezember nach der Festlegung noch strikterer Corona-Regeln feststand: Das Semester wird vorerst online stattfinden.

Das hieß also ein richtiges Kennenlernen der Hochschule, der Dozenten, Kommilitonen und natürlich auch die Erstsemester-Partys wird es so nicht geben. Ich versuchte dennoch positiv zu denken und freute mich auf den Studienstart.

Homeschooling Nanni

Kennenlernen mal anders

Am vierten Januar um halb neun morgens war es dann soweit. Durch einen Link unserer Onlineplattform durften wir uns zur Erstsemesterbegrüßung einwählen. Unser Studiengangsleiter begrüßte uns freundlich und gab uns einige Informationen. Leider entfiel der Hochschulrundgang.

Damit wir uns dennoch alle kennenlernen konnten, wurden wir in 3er-Gruppen eingeteilt und hatten Zeit, uns gegenseitig vorzustellen. Letztendlich stellte dann jeder eine andere Person vor. Dadurch, dass wir von Anfang an eine WhatsApp Gruppe erstellt hatten, sind wir alle ständig in Kontakt. Trotz, dass wir uns alle noch nie gesehen haben, fühlt es sich wie eine Gemeinschaft an und alle freuen sich schon auf das richtige Kennenlernen.


Lernende müssen aktiv werden

Obwohl ich während meiner Schulzeit noch keinen digitalen Unterricht hatte, gewöhnte ich mich nach den ersten Vorlesungseinheiten schnell daran. Ich muss zugeben, anfangs war es jedes Mal eine Überwindung, sich zu melden und vor der Kamera zu sprechen. Das hat sich aber sehr schnell eingependelt. Die Dozenten geben sich außerdem viel Mühe und sind sehr verständnisvoll. Wie in der Schule vor Ort kann man sich direkt über ein Handzeichen melden oder bei Fragen in den Chat schreiben. Es ist also nicht so, dass die Onlinevorlesungen ausschließlich aus Monologen bestehen, sondern die Studenten werden trotz allem super miteinbezogen.

Vorteile von Studieren im Netz

Natürlich hätte ich lieber einen „normalen“ Start gehabt, gleichwohl genieße ich auch die Vorteile des Online-Studierens. Da ich mit dem Zug fahren würde, spare ich mir die tägliche Hin- und Rückfahrt zwischen Mannheim und Sinsheim. Dadurch habe ich zudem die Chance, in der Mittagspause Sport zu machen oder spazieren zu gehen. Entspannt finde ich es auch, dass man viel länger schlafen kann und in bequemen Klamotten in seinem gewohnten Umfeld lernen kann.

Bei mir war das alles ganz anders…

Mein Name ist Selin, ich bin 20 Jahre jung und habe mich entschieden, direkt nach meinem Abitur in 2019 in das Berufsleben einzusteigen. Der Entschluss für ein Studium bei der Volksbank Kraichgau war ein neuer Meilenstein in meinem Leben.

Ich hatte das Glück zum Studienbeginn die Hochschule besuchen zu können. Es fand sogar ein Kennenlernevent statt. Dort habe ich meinen neuen Kurs kennenlernen dürfen. Wie immer musste mir etwas Unangenehmes passieren. Ich habe durch die ganze Aufregung unseren Kursraum nicht finden können und bin 20 Minuten später in den Raum geplatzt. Für eine kurze Zeit kam Gelächter auf, wobei ich mitlachen musste. Typisch ich, doch halb so wild.

Homeschooling Selin

Unverhofft kommt oft

Es war einer der aufregendsten Tage meines Lebens. Leider war ich mir meines Glücks nicht bewusst, bis die ersten Prüfungen anstanden. Genau einen Abend vor den Prüfungen in BWL, Marketing und Finanzmathematik, an dem wir als Lerngruppe noch durch die letzten Seiten unserer Skripte und Zusammenfassungen durchblätterten, kam die Nachricht: „Die Prüfungen fallen aus!“

Das war natürlich zuerst ein Schock. Ehrlich gesagt wusste ich nicht ob ich mich freuen soll oder nicht, da wir uns sehr gut auf die Prüfungen vorbereitet hatten. Natürlich war mir nicht klar, was das für die Zukunft heißen wird.

Nur nicht die Motivation verlieren

Da das Corona-Virus anfangs für uns alle etwas Fremdes war, blieb uns keine andere Möglichkeit als zuhause zu bleiben. Als damals 19-Jährige junge Frau habe ich motiviert mit meinem dualen Studium bei der Volksbank Kraichgau angefangen. Allerdings hat Corona mir die größten Zweifel bezüglich unserer Zukunft gebracht. Was passiert mit meinem Studium? Wie geht es weiter? Wie gehen wir vor?

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Hochschule dazu gezwungen eine Lösung zu finden und sofort zu reagieren. Das erste Semester durfte ich noch in Mannheim genießen, doch mit dem Beginn des zweiten Semesters begann das Onlinestudium von zuhause.

Neue Herausforderungen – neue Lösungen

Plötzlich veränderte sich mein ganzer Tagesablauf. Der gewöhnliche Weg zur Uni war nun Geschichte. Acht Stunden saß ich täglich vor meinem PC und verfolgte die Vorlesungen. Da ich mit dieser Lernmethodik in meiner gesamten Schullaufbahn noch keine Erfahrungen gesammelt habe, fiel es mir äußerst schwer damit umzugehen. Mir wurde klar, dass der regelmäßige Austausch mit meinen Kommilitonen wichtig ist. Daher mussten wir einen anderen Weg finden, um uns über den vorhandenen Lernstoff auszutauschen.

Durch viele FaceTime-Anrufe und Meetings in virtuellen Räumen haben wir versucht, so gut es geht uns gegenseitig zu unterstützen. Mit vielen Höhen und Tiefen bin ich nun im vierten Semester angelangt. Mein Weg bis heute war nicht einfach. Deshalb wünsche ich mir umso mehr, dass wir bald wieder in unseren normalen Alltag zurückkehren können.

Blick in die Zukunft

Mir fehlen die Dozenten und meine neuen Freunde an der Hochschule. Was ich aber aus der Pandemie gelernt habe ist die Wertschätzung von Dingen, die mir selbstverständlich erscheinen. Meine Hoffnungen für die Zukunft sind weiterhin tolle Semester und erfolgreiche Arbeitstage in der Volksbank Kraichgau.

PS: Ausbildung oder duales Studium bei der Volksbank Kraichgau? Alle Infos dazu findest du hier!

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