Marketing – nur bunte Bildchen und Veranstaltungen? Ein Blick hinter die Kulissen: Praktikum bei der Volksbank Kraichgau

Ein Bericht von Isabel Hoffmann | 22.12.2020

Mein Praktikum bei der Volksbank Kraichgau neigt sich dem Ende zu. Was? Schon? Ich habe doch gerade erst angefangen?! Meine drei Monate in der Abteilung Digital Office & Marketing vergingen wie im Flug. Dabei fühlt es sich an, als ob mein erster Tag erst gestern war. Als ob ich mich erst gestern bei den neuen Kolleginnen und Kollegen vorgestellt habe: „Isabel Hoffmann, ich studiere BWL, komme aus Walldorf und freue mich darauf, mein theoretisches Uni-Wissen praktisch anwenden zu dürfen.“ So zumindest die Kurzfassung.

Was jetzt noch fehlt, ist ein Fazit. Und da die Abteilung für die Betreuung dieses Blogs zuständig ist, liegt es nahe, dass ich hier auch selbst einen kurzen Beitrag verfasse.

Marketing – vielfältig und breit gefächert

In diesem verrückten Jahr, in dem vieles anders lief als die meisten es sich je hätten vorstellen können, beeinflusste die Corona-Pandemie auch mein Praktikum und den Einblick in das Marketing.

Los ging alles am 1. Oktober. Ich lernte in den ersten zwei Wochen meine neuen Kolleginnen und Kollegen und deren vielfältige Aufgabenbereiche kennen. Dabei reichen die Themen vom Pflegen der Homepage und der beiden Blogs „meine“ und „Weitblick“ über das Schreiben und Versenden von Briefen zu verschiedenen Anlässen, die Organisation der Werbegeschenke bis hin zur Erstellung von Fotos, Videos und Grafiken. Aber auch das Thema Nachhaltigkeit gehört zu den Aufgaben der Abteilung sowie die Betreuung der Social-Media-Kanäle. Leider konnte ich beim Eventmanagement niemanden über die Schulter schauen - Präsenzveranstaltungen mit vielen Gästen? – zurzeit undenkbar. Dafür habe ich ansatzweise mitbekommen, welch ein Aufwand hinter einer virtuellen Vertreterversammlung steckt.

Wertschätzung

Wo wir gerade beim Thema Aufwand sind. Neben den vielen praktischen Fähigkeiten, die ich mir in den letzten drei Monaten angeeignet habe, nehme ich aus diesem Praktikum auch folgende Erkenntnis mit: Nichts ist selbstverständlich, denn hinter allem steckt viel mehr Aufwand, als ich bisher im ersten Moment angenommen habe. Konkrete Beispiele? Aber gerne! Der alljährliche Weltspartag (unser diesjähriges Weltsparquartal läuft übrigens immer noch): Bis die Kinder ihre Geschenke in den Händen halten, musste zunächst recherchiert werden, welche Präsente infrage kommen. Danach wurde abgestimmt, welche der ausgewählten Artikel tatsächlich während des Weltsparquartals Kinderaugen zum Leuchten bringen sollen. Als die Geschenke dann im Keller standen, wurden sie sortiert und auf die einzelnen Filialen gefahren. Das ist nur der Teil an Aufwand, den ich selbst miterlebt habe. Bevor die Artikel bei uns ankamen, wurden sie an anderer Stelle hergestellt. Auch die Filialen hatten nach Eintreffen der Pakete noch aller Hand zu tun.

Während meines Praktikums beschäftigte ich mich nicht nur mit Werbegeschenken. Auch über die Social-Media-Plattformen und wie diese für PR- und Marketingmaßnahmen genutzt werden, habe ich viel gelernt. Influencer werden gerne belächelt, weil man Fotos schießen und Storys posten nicht als Arbeit bezeichnen könne. Ich wurde eines Besseren belehrt. Bis ein Social-Media-Beitrag am Ende veröffentlicht ist, bedarf es einiges an Zeit. Zunächst muss überlegt werden, was überhaupt gepostet werden soll. Wenn klar war, was wir für einen Beitrag erstellen möchten, ging die Ideenfindung für ein gutes Foto weiter. Wie soll es aussehen, wer soll zu sehen sein und wo ist eine geeignete Kulisse? Dafür braucht es Mitarbeitende, die Zeit und Lust auf ein Fotoshooting haben, ebenso wie passende Requisiten.

Wenn endlich alles im Kasten ist, wir uns entschieden haben, welche Fotos veröffentlicht werden sollen, beginnt die Nachbearbeitung der Bilder. Wer jetzt denkt, die Arbeit ist getan – Pustekuchen. Was wäre ein Beitrag ohne Text. Also nochmal die grauen Zellen aktivieren und kreativ werden. Dieser beschriebene Prozess ist nur kleiner Teil dessen, was an Arbeit dahintersteckt. Wenn du also einen Beitrag auf Instagram oder Facebook siehst, dann kannst du sicher sein: es sind mehr als fünf Minuten vergangen, von der Idee bis zum Post. Ich spreche aus Erfahrung...


Um eines klarzustellen…

…mein Praktikum bestand selbstverständlich nicht nur aus Werbegeschenken und Instagram Posts. Während meiner Zeit arbeitete ich an meinem eigenen Projekt und durfte eine Vielzahl an anderen Dingen machen. Doch diese beiden Prozesse haben mir eindrücklich gezeigt, wie viel Arbeit im Verborgenen stattfindet, von der man meist keine Ahnung hat.

Mein Fazit nach knapp drei Monaten: Marketing besteht nicht nur aus bunten Bildern und während einer Pandemie besteht es auch leider aus äußerst wenigen Veranstaltungen. Eine große Rolle im Marketing spielen analytisches Denken und das Auswerten von Zahlen, wobei ohne Kreativität nichts geht. Und zu guter Letzt: Wir sollten uns alle öfter bewusst machen, welch ein Aufwand hinter den Dingen steht und jegliche Arbeit wertschätzen.

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