Foodie Jil – regional und saisonal Einkaufen

Die Hofläden Story

Ein Bericht von Jil Langendörfer | 21.01.2020

Mein Blogartikel richtet sich an alle Genussmenschen unter euch oder jene die es gerne werden wollen.
Mir geht es nicht darum, irgendwen zu belehren oder umstellen zu wollen - sondern darum, euch allen die Vorteile unserer Region ins Gedächtnis zu rufen.

Ich hoffe mit meinem Beitrag gelingt es mir, euch ein bisschen mehr Bewusstsein für regionale Händler zu verschaffen. Durch bewusstes Einkaufen unterstützen wir nämlich nicht nur die heimischen Landwirte, sondern allgemein unsere komplette Umgebung. Wenn jeder ein bisschen aufmerksamer wird können wir zusammen einen großen Beitrag leisten.

Schatz, was sollen wir essen
Wir sitzen bei der Arbeit oder zu Hause und überlegen uns, was wir die nächsten Tage kochen möchten. Mir geht es genauso. Deswegen gibt es für mich fast nichts Besseres als in meiner Mittagspause auf einem Wochenmarkt oder in einem Hofladen der Umgebung zu schlendern um mich inspirieren zu lassen und um Neues zu entdecken.

Je nach Saison finde ich immer wieder Lebensmittel, die ich so noch gar nicht kannte oder selbst bisher eher weniger verzehrt habe. Am meisten freue ich mich, über leckere Himbeeren und Erdbeeren im Sommer oder die Feigen zum Herbstanfang. Zwar können wir inzwischen zu jeder Jahreszeit beinahe alle Obst- und Gemüsesorten im Supermarkt finden, jedoch schmecken diese deutlich besser, wenn wir sie in der richtigen Saison kaufen.

Die regionale Food-Challenge
Wieso fordern wir uns nicht einfach mal selbst heraus und kaufen einen Monat lang nur das Obst und Gemüse, welches gerade Saison hat? Ich bin auf jeden Fall dabei! Und wenn es Spaß macht kann der Zeitraum einfach beliebig verlängert werden. Ich freue mich bereits jetzt schon dabei neue Rezepte ausprobieren zu können!

Tipp für die Mutigen
Auf der Internetseite vom „Apfelkorb Angelbachtal“ erscheint jeden Monat ein neues Rezept. Einige habe ich schon nachgekocht und war wirklich begeistert. Vor allem mit dem Käsekuchen konnte ich nicht nur mich sondern auch meine Oma begeistern!

No Risk no Fun
Durch meine Streifzüge über Wochenmärkte und kleine Hofläden habe ich erst vor Kurzem meine Schwäche für Ziegenquark entdeckt. Das hätte ich mir vorher nicht vorstellen können und war, nachdem ich eine Kostprobe bekam, total begeistert. Mein Tipp also: Falls euch ein Produkt interessiert, ihr aber nicht gleich eine große Menge kaufen möchtet, fragt bei den Verkäufern nach einer kleinen Kostprobe. Mit Begeisterung lassen diese Ihre Produkte probieren und freuen sich, wenn es euch schmeckt.

Wenn du es eilig hast, gehe langsam
In unserem oft sehr stressigen Alltag versuchen wir immer alles schnell zu erledigen. Aber vielleicht sollten wir eben genau bei diesem Thema, nämlich der nachhaltigen Ernährung, etwas mehr Zeit einplanen.

Mir persönlich ist es super wichtig wo mein Essen herkommt. Vor allem bei Fleisch schaue ich lieber zweimal hin. Denn mir ist wichtig, dass die Transportwege so kurz wie möglich sind und die Tiere bis dorthin ein gutes Leben hatten. Die regionalen Anbieter sind daher meine Anlaufstelle Nummer 1. Somit kann ich genau verfolgen woher mein Essen kommt und welchen Weg es zurückgelegt hat.

In einem Bauernhof meines Vertrauens (mit integriertem Hofladen) kann ich dies auf der Homepage genau verfolgen und nachlesen, denn dort wird alles beschrieben. Falls ich doch noch Fragen habe, werden diese beim nächsten Einkauf vor Ort freundlich beantwortet.

Mein Lieblingsbeispiel ist hier die „Landmetzgerei Sandritter“ in Wiesloch-Baiertal. Hier steht der Verbraucher nicht im Dunkeln, denn die Familie Sandritter erklärt auf ihrer Webseite die artgerechte Tierhaltung und legt den Weg ihrer Tiere von der Aufzucht, über die Schlachtung bis hin in den Hofladen offen. Ebenso findet man dort inspirierende Rezepte, falls man an der einladenden Theke der Landmetzgerei das ein oder andere Schmankerl mitgenommen hat.

Persönlicher Kontakt schlägt Discountpreise
Ich lege sehr viel Wert auf den persönlichen Kontakt zu meinen Mitmenschen, deswegen fühle ich mich auch sofort heimisch, wenn mich der Metzger meines Vertrauens direkt fragt ob es wieder die gleiche Salami wie immer sein soll. Als Mitarbeiterin der Volksbank Kraichgau in der Filiale Angelbachtal treffe ich auch oft Kunden beim Einkaufen. Schnell finden wir ein herzliches Gesprächsthema und tauschen uns über die neusten Rezepte aus. So kommt es manchmal, dass wir uns "verquatschen" und die Zeit vergessen.


Falls du noch nicht weißt, ob bei dir in der Nähe ein Hofladen ist, kannst du auf der Internetseite deiner Gemeinde nachschauen. Die Stadt Wiesloch bietet z. B. einen Hofladenfinder an, der Namen und Adressen der jeweiligen Läden anzeigt.

Weitere Hofladen Suchmaschinen sind z. B.:

Wir haben Glück
Ich denke es ist kein Geheimnis, wenn ich euch verrate, dass es in unserer Region viele solcher Hofläden und Wochenmärkte gibt. Sicher werdet ihr sehr schnell fündig.

Ich nehme mir auf jeden Fall weiterhin die Zeit und erweitere meine Streifzüge immer auf der Suche nach kulinarischen Schätzen. Und wer weiß, vielleicht treffen wir uns bald mit prallgefüllten Einkaufskörben auf dem Markt und du verrätst mir strahlend dein neues Lieblingsrezept?

Ich freue mich darauf, bis bald!

Deine Jil

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