Weil gemeinsam Vieles leichter geht

Eine Fusion bringt Veränderungen: Aber auch Chancen und hilfsbereite neue Kolleg:innen

Ein Bericht von Silvia Singler | 03.06. 2022

Der 22. November 2021 war für die Mitarbeitenden der ehemaligen Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt zwischen Oberhausen, Neudorf und Forst ein besonderer Montag. Aber auch ein herausfordernder Tag. Denn mit der Fusion der Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt und Volksbank Kraichgau standen tiefgreifende Veränderungen an. Filialpaten und Filialpatinnen gaben ihnen in dieser Zeit Sicherheit und eine Kultur des voneinander Lernens und der gegenseitigen Unterstützung entstand.

Fusion erfolgreich abgeschlossen – Was nun?

„Ich war schon mehr als nervös an diesem Montag,“ gibt Marco Kastner, Leiter der Filialen Wiesental und Neudorf zu. Er spricht von dem Tag, an dem die Systeme und Prozesse der fusionierten Banken zusammengelegt wurden und sich viele Abläufe, Beratungstools und -programme über Nacht veränderten. Nach vielen Jahren in der Beratung kannte er seine Volksbank wie aus der Westentasche. Nun stellte er sich die Fragen: Wie mache ich meine Beratungen? Wie sehen die neuen Arbeitsabläufe aus? Wie beantworte ich die Fragen der Kunden zu den vielen Änderungen? Evelyn Peter, Leiterin der Filialen Forst und Hambrücken weiß, wovon er spricht und erinnert sich an die Kundenschlangen, die sich nach der Öffnung an diesem Montag vor den Filialen bildeten. „Unsere Kunden hatten viele Fragen. Bezüglich neuer IBAN´s, den neuen Bankkarten und ob bisherige Ansprechpartner erhalten bleiben“.

Alle richtig an Bord holen

Dass sich alle Mitarbeitenden von Anfang an in der fusionierten Bank wohl- und wertgeschätzt fühlen, war das große und wichtige Ziel der Projektarbeit, die im September 2020 begann. Das Onboarding – also das an Bord holen - wurde in zahlreichen Meetings geplant und strukturiert. Es wurden Arbeitsabläufe und Prozesse verglichen, das Produktportfolio erklärt und die Unternehmenskulturen diskutiert. Schnell stellte sich heraus, dass gerade auf die Mitarbeitenden der ehemaligen Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt zahlreiche Veränderungen zukommen. „Die Prozesswelt war teilweise komplett anders. Eine Kontoschließung funktionierte beispielsweise plötzlich ohne Unterschrift“, erinnert sich Evelyn Peter. „Die Digitalisierung war in der Volksbank Kraichgau weiter fortgeschritten als bei uns“, ergänzt Kastner.

meine Filialpaten

Nervosität nehmen, Sicherheit geben

„Veränderungen können schmerzhaft sein. Alte Gewohnheiten werden aufgebrochen, neue von vielen misstrauisch beäugt,“ erklärt Joachim Reupert, Fusionsprojektleiter Vertrieb. „Uns war es wichtig, die Mitarbeitenden aktiv einzubinden und zu zeigen, dass niemand mit den Veränderungen allein gelassen wird.“ Für ihn war daher nur konsequent, dass ein Einarbeitungsplan vorbereitet wurde, der von Teamevents über Schulungen bis hin zu Filialpatenschaften alles abdeckte.

meine Filialpaten

So bekamen 15 Filialen eine Patin bzw. Paten im November zur Seite gestellt, um Nervosität zu nehmen und Sicherheit zu geben. Christian Mayer, Filialleiter in Hilsbach, war so ein Pate. Zwei Wochen stand er seinen neuen Kolleg:innen im rund 30 Kilometer entfernten Kirrlach mit Rat und Tat zur Verfügung. „Es war ein gutes Gefühl helfen zu können“, resümiert der Filialpate heute. Vielleicht auch, weil er sich lebhaft an die Fusion der Raiffeisenbank Kraichgau mit der Volksbank Kraichgau erinnern kann, bei der er noch auf der „anderen“ Seite stand. „Ich kann das in gewisser Weise nachempfinden. Schließlich ging es mir 2019 ähnlich“. Er betont: „Bei den Kirrlacher Kolleg:innen traf ich auf Offenheit und Motivation. Das war toll. Wir wurden schnell miteinander warm.“

„Wir hatten tolle Paten“

Das bestätigt auch Tanja Kieser, Kundenberaterin in Eppingen. Sie war als Filialpatin in Ubstadt und Weiher. „Die Kolleg:innen wollten mich gleich dabehalten“, freut sie sich rückblickend über das tolle Feedback und die große Dankbarkeit, die ihr entgegengebracht wurde. Trotz aller Technik und Digitalisierung schätzt sie das Gespräch von Mensch zu Mensch. „Mir gefiel diese wertschätzende Zusammenarbeit in der Filiale, aber auch mit den hilfsbereiten Kolleg:innen im BackOffice.“

Dass in den Filialen Ansprechpartner:innen waren, die wirklich für die Kolleg:innen da waren, Fragen zügig beantworteten und die Einarbeitungsphase vorantrieben war für alle wichtig. „Ich habe mich relativ schnell wohl und sicher gefühlt“, so Marco Kastner heute. Und Evelyn Peter fügt für sich hinzu: „Wir hatten tolle Paten, die uns ein gutes Gefühl gerade in gemeinsamen Kundengesprächen vermittelten.“

meine Filialpaten

Wir haben es zusammen geschafft

Das alles war vor rund sechs Monaten. Inzwischen ist bei vielen Ruhe, Sicherheit und Normalität eingekehrt. Aber auch ein Gefühl, das bleibt und motiviert: Wir haben es zusammen geschafft.

Übrigens: Dies ist ein Beitrag aus unserem Geschäftsbericht 2021.

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